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FSV Rot-Weiß Wolfhagen - Ehrenrat - Sonderseite

Fußball-Erinnerungen: Siegfried Weitzendorf ist seit 55 Jahren beim FSV

Stollenschuhe von der Oma

2012
HNA 09.01.2012
Die gute, alte Fußballzeit wurde in Geschichten, Episoden und Anekdoten wieder zum Leben erweckt. Beim traditionellen Ü60-Treffen des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen im Vereinsheim Liemeckestadion. Rund 30 Senioren waren gekommen, die in den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg ein wesentliches Stück Vereins- und Sportgeschichte mitgeschrieben und geprägt haben.

Unter ihnen der heute 71-jährige Siegfried Weitzendorf, allgemein nur Beppo genannt. Zusammen mit seiner Familie war er im August 1956 als 15-Jähriger aus der Nähe von Magdeburg in der früheren DDR in seine neue Heimat Wolfhagen gekommen. Er lernte hier den Beruf Bauschlosser und wurde Mitglied im FSV. Für den er ab dem 10. August 1957 mit Pass-Nummer 60623 des Hessischen Fußball-Verbandes in der A-Jugend spielberechtigt war. Mit negativem Einstand auf der Position des Außenläufers. Denn in seinem ersten Pflichtspiel gegen den ewigen Dauerrivalen Volkmarsen gab es eine 1:9-Packung. Vielleicht lag es, so erinnert er sich heute schmunzelnd, mit an der Ausstattung. Seine ersten Fußballschuhe bekam er von einem älteren Vereinsmitglied geschenkt, „das waren noch richtige Treter mit aufgenagelten Lederstollen, die nach jeder Begegnung erneuert werden mussten.“ Zwei Jahre später jedoch konnte Beppo, inzwischen auf der Liberoposition, mit seinen Mannschaftskameraden den Gewinn der Kreismeisterschaft feiern. Diesmal in neuen Schuhen mit Schraubstollen, die er von seiner Oma geschenkt bekam.

45 Mark für Schuhe

„45 Mark haben die damals gekostet, das entsprach etwa der Hälfte eines durchschnittlichen Handwerker-Monatslohns.“ Apropos Geld: „Da waren wir alle immer sehr knapp. Zu Auswärtsspielen nach Volkmarsen, Oberelsungen oder Zierenberg fuhren wir mit einer Gruppenkarte mit der Eisenbahn. Ansonsten war das Fahrrad Transportmittel, manchmal auch der Bus. Nach dem Spiel, egal ob gewonnen oder verloren, legten wir alle zusammen und genehmigten uns einen mit Bier gefüllten Stiefel.“

Mit 18 wechselte er in das erste FSV-Seniorenteam, durfte noch eine Halbserie mit dem legendären Sepp Träger spielen. Zwischenzeitlich hängte er aus beruflichen Gründen die Schuhe an den Nagel, weil er er eine Ausbildung zum Techniker in der Abendschule aufnahm und ein Jahr lang eine Arbeitsstelle in Mainz hatte. Zurück in Wolfhagen trug Siegfried Weitzendorf bis 1988 bei den Senioren und Alten Herren bis zu seinem 47. Lebensjahr wieder das FSV-Trikot. Er engagierte sich zudem auch als Funktionär in den Ehrenämtern Spartenleiter, Jugendbetreuer, Trainer der Damenmannschaft sowie zehn Jahre als stellvertretender Vereinsvorsitzender.

12 Jahre Kreisjugendwart

Darüber hinaus war er von 1970 bis 1982 Kreisjugendwart sowie zweiter Vorsitzender im Sportkreis Wolfhagen. Heute ist er Mitglied im FSV-Ehren- und Ältestenrat. (zih)


2011
HNA 10.01.2011

11.09.2011:
Empfang des FSV Wolfhagen anläßlich des 80. Geburtstags des Ehrenvorsitzenden Karl-Heinz Deiß
Am 05. September feierte der Ehrenvorsitzende des FSV Rot-Weiß Wolfhagen seinen Geburtstag im Kreise seiner Familie, einen Tag später mit Freunden und Bekannten.
Dennoch wollte es sich sein FSV nicht nehmen lassen seine großen Verdienste für den Verein in einer gesonderten Feierstunde nochmals herauszustellen und besonders zu würdigen.
Neben dem aktuellen Vereinsvorstand waren auf Wunsch des Jubilars Gäste aus Sport und Politik geladen. Neben dem amtierenden Bürgermeister Reinhard Schaake, waren auch die ehemalige Stadtoberhäupter Oswald Schröder und Giselher Dietrich anwesend.
Der Sportkreis Kassel und der Fußballkreis Hofgeismar / Wolfhagen wurde durch Willi Röhn vertreten.
In seiner Ansprache hob der FSV-Vorsitzende Dietrich Hedrich nochmals die besonderen Verdienste von Karl-Heinz Deiß während seiner 14-jährigen Amtszeit hervor. Unter anderem hob er dabei den Stadionbau, bei dem der Ehrenvorsitzende als treibende Kraft galt und den mittlerweile zur Tradition gewordenen Adventsball, der in diesem Jahr zum 37. Mal stattfindet, hervor. Gewürdigt wurde auch das große soziale Engagement von Karl-Heinz Deiß für ältere Vereinsmitglieder.
Den Dank für seine Leistungen für den FSV wurde durch eine Ehrentafel, vom Sprecher des Ehrenrates Hans-Friedrich (Fitti) Günther persönlich im Stadion installiert, zum Ausdruck gebracht.
Ein sichtlich gerührter Karl-Heinz Deiß bedankte sich für diese unerwartete Würdigung und schilderte in seiner Rede nochmals spannende, weil selbst mitgestaltete, Vereinsgeschichte.
Willi Röhn zollte dem Jubilar große Anerkennung für seine Verdienste im Verein, vergaß aber nicht auch sein Engagement außerhalb des FSV herauszustellen.
Nach dem offiziellen Teil fanden noch viele interessante Gespräche im kleineren Kreis statt. Als krönenden Abschluss überbrachten die Senioren des FSV ihr Geburtstagsgeschenk in Form eines 2:0 Sieges über den TSV Altenlotheim.

2010
Gold für einen Rot-Weißen (HNA 11.01.2010)
Wilfried Peter wurde 1949 FSV-Mitglied und ist es bis zum heutigen Tag

Mit der Vereinsehrennadel in Gold mit der Zahl 60 wurde Wilfried Peter beim traditionellen Treffen der Ü 60-Senioren des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen am Freitagabend im Vereinsheim Liemeckestadion vom Vorsitzenden Dietrich Hedrich ausgezeichnet.

Dass der am 2. Januar 1938 in Wolfhagen geborene Geehrte ein Rot-Weißer wurde, ist dem damaligen FSV-Hauptkassierer Karl Fricke zu verdanken. Dieser war 1949 Gast bei der Geburtstagsfeier von Wilfrieds Mutter und überzeugte sie, dass der Junge unbedingt Fußball spielen müsste. Natürlich hatte Fricke ein Aufnahmeformular dabei, der Beitritt wurde auch sofort perfekt gemacht.

Bereits am ersten Septemberwochenende des gleichen Jahres gab der damals Elfjährige sein Debüt in der Schülermannschaft als linker Läufer. Aufgrund seiner Körpergröße wurde er schon vor seinem 18. Lebensjahr in den Seniorenkader hochgemeldet. Hier ging er 1955 zum ersten Mal auf Tore- und Punktejagd, wurde auch zwei Mal zu Sichtungslehrgängen in die Sportschule Grünberg eingeladen.

Nach einer schweren Meniskusverletzung musste er aber schon 1963 die Stollenschuhe an den Nagel hängen. Operieren ließ Wilfried Peter, der im örtlichen Speditionsgeschäft seines Onkels angestellt war, 1976 den Betrieb als Selbständiger übernahm, diesen Schaden jedoch erst 1998.

Natürlich könnten die Geschichten, die er als Fußballer erlebte, ein ganzes Buch füllen. Einmal hatte Wilfried in der Schülermannschaft ein Spiel in Elben zu bestreiten. Man zog sich im Vereinslokal Kurz um, fuhr schon in Kickerkluft mit dem Bus dorthin. Nach der Partie konnten sie aber wegen eines Defektes am Fahrzeug nicht wieder abgeholt werden, sodass man den Heimweg von Elben bis Wolfhagen zu Fuß in Stollenschuhen zurücklegen musste.

Zum Schmunzeln auch eine weitere Episode: Einmal kam vor einer Punktspielbegegnung seine Oma und sagte, dass er heute schneller spielen müsse, um so die 90 Minuten zu verkürzen. Denn der Onkel habe auf der Wiese das Heu aufgeworfen, und das sollte mit seiner Hilfe noch eingefahren werden.

Ähnliche Anekdoten machten beim Treffen der rund 30 FSV-Veteranen immer wieder die Runde.


2009
2009-01-16 HESSISCH-NIEDERSAECHSISCHE ALLGEMEINE Wolfhager Allgemeine
In geborgten Schuhen

Ein Stück lebendige Wolfhager Fußballgeschichte beim FSV-Seniorentreffen

Ein Chronist hätte wieder einmal seine Freude gehabt beim traditionellen Treffen der Ü 60-Senioren des Fußballsportvereins (FSV) Rot-Weiß Wolfhagen im Klubhaus Liemeckestadion. Über 25 der „alten Kämpen“ waren gekommen, die vor allem die Kickerzeit beim Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg durch ihr Engagement geprägt hatten.

Heute wie damals bilden sie das Fundament des über 400 Mitglieder starken Vereins. Zuerst als Spieler auf dem Platz, später in ehrenamtlichen Funktionen in der Vereinsführung.

Einer davon ist Kurt Franke, ein „Echter ut Wulfhagen“. Heute wohnt er mit seiner Ehefrau Irmgard an der Schönen Aussicht nur einen Steinwurf entfernt vom Liemeckestadion. Am 3. August 1941 erblickte er das Licht der Welt, nur elf Jahre später wurde er Mitglied im FSV. Dort spielte er in der damaligen Schülermannschaft auf der Verteidigerposition. Die Abwehr blieb auch durchgängig von der Jugend über die Senioren bis zu den Alten Herren immer sein sportliches Zuhause.

Eigene Stollenschuhe konnte Kurt Franke sich zuerst nicht leisten. Er trainierte in Straßenschuhen und ging vor jedem Spiel reihum durch die Verwandschaft und den Freundeskreis, um sich die notwendigen „Treter“ auszuleihen. Vor allem bei Nachbar Helmut „Adenauer“ Götte wurde er dabei fündig. Einziges Problem: Dessen Schuhe waren Kurt zwei Nummern zu klein und Kurt Franke hatte nach den Spielen mehrfach den Verlust der Zehnägel der geschwollenen und sich tiefblau verfärbenden „großen Onkel“ zu beklagen.

Seine ersten eigenen Stollenschuhe, da kickte er in der B-Jugendmannschaft, konnte er sich mit seinem ersten verdienten Geld als Maurerlehrling kaufen. 30 Mark kosteten die und mit seinem Stundelohn von 31 Pfennig musst er fast drei Wochen dafür arbeiten.

Im Brauereibus zum Spiel

Zu Auswärtsspielen ging es mit dem Fahrrad, der Eisenbahn per Sammelkarte und manchmal mit dem von Ludwig Ise gesteuerten Brauereibus. Ging es jedoch Richtung Zierenberg oder Breuna, musste ein Stück gelaufen werden. Denn vollbesetzt schaffte der Bus die Steigungen nach Nothfelden oder von Niederelsungen nach Breuna nicht.

Mit 18 Jahren wechselte Kurt Franke zu den Senioren, spielte aber bis zum Übertritt in die Alten Herren immer nur in der zweiten FSV-Mannschaft. Ende der 70er-Jahre übernahm der bis Mitte der 90er-Jahre dort spielende Kurt Franke die Altherren-Spartenleitung und stand dieser bis vor drei Jahren vor. Aber auch heute noch organisiert er das Altherrengeschehen.

Einen Platzverweis hat es für Kurt Franke in seiner 53-jährigen aktiven Zeit als Spieler im rotweißen Trikot nie gegeben. Sportliche Fairness hatte für das FSV-Urgestein immer oberste Priorität. Und das auch nach dem Schlusspfiff, wenn in geselliger Runde die „dritte Halbzeit“ gefeiert wurde. (zih)

Weißt du noch: Beim Treffen der FSV-Veteranen wurde ein Stück Wolfhager Fußballgeschichte wieder lebendig. Rechts FSV-Vorsitzender Dietrich Hedrich. Foto: zih
Der Reinhard Michl gehört auch dazu

2008
2008-01-06 HESSISCH-NIEDERSAECHSISCHE ALLGEMEINE Wolfhager Allgemeine

2007
2007-01-08 HESSISCH-NIEDERSAECHSISCHE ALLGEMEINE Wolfhager Allgemeine
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